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Karate Do Karate Jutsu bedeutet “Technik der leeren Hand” und Karate Do “Weg der leeren Hand”. Der Begriff Karate setzt sich zusammen aus kara - leer und te - Hand. Die Silbe “Do” weist auf die geistigen Aspekte der Kampfkunst hin. Die Ursprünge liegen ungefähr im Jahre 2600 v.Chr., zur Zeit des gelben Kaisers, in China, wo erstmals derartige Kampfmethoden erwähnt wurden. Ein Mönch namens Bodhindharma gilt heute als der Vater der Urformen. Er und auch andere Mystiker hatten grosse Einflüsse vorallem auf die geistigen Hintergründe des Karate-Do und auch andere Kampfkünste. In der Folge entstand in China das Shaolin-Kloster, in welchem eine grosse Anzahl gymnastische Übungen und Kampftechniken der leeren Hand - Kung Fu entstanden. Allmählich fand die Kampfkunst den Weg auf die Insel Okinawa. Dort entstanden Methoden unter dem Namen Tode oder Okinawa Te. Übertragen wurden die Systeme immer in Form von Kata - Formen, das heisst eine Art Abläufe einer Vielzahl von Techniken. Von Okinawa fand Karate-Do schlussendlich den Weg nach Japan, wo vorallem durch den okinawanischen Meister Gichin Funakoshi die heute “moderne” Kampfkunst Karate-Do entstand. Die Ideen von Funakoshi und damit die alten Traditionen wurden schliesslich durch seinen Nachfolger Meister Shigeru Egami weitergeführt und schliesslich durch seinen Freund Meister Tetsuji Murakami auch bereits 1957 nach Europa gebracht. Anfang der Sechziger-Jahre fasst Karate-Do auch in der Schweiz fuss, namentlich zuerst in Genève dann in Sion und Bern. Durch Meister Murakami praktizierte man zu dieser Zeit rein traditionelles Karate-Do. In der Praxis Karate-Do werden folgende Bereiche unterrichtet: Taiso - Gymnastik, Kihon - Grundschule, Kumite - Kampf, Kata - Formen. Daneben sind folgende Begriffe von zentraler Bedeutung: Keirei - Gruss- und Verhaltensformen, Shin - Geist, Kuatsu - Wiederbelebung, Tsubo - Vitalpunkte, Dojo - Übungsraum, Kimono - Kleidung, Ki - Lebensenergie. Karate Jutsu enthält Übung des Standes, Schlag- und Trittechniken, Verteidigungen mit den Händen und Füssen, Wurftechniken und auch Arbeit auf den Knien. Ebenso werden Rhythmus, Distanz zum Angreifer, und Kampfstrategie geschult. Im Karate Dojo Bern, welches das Honbu Dojo, Zentral-Dojo des Murakamikai Schweiz ist, unterrichten heute Martin Wälchli, Pascal Oegerli und Silver Weber.
Martin Wälchli, Soke Heian Budo
Karate-Do, die Kunst, der Weg der leeren Hand
Dieses Buch zeigt Ihnen die Geheimnisse sowohl der Technik als auch der Kunst des traditionellen Karate-Do. Nach einer Einführung in die Geschichte dieser faszinierenden Kampfkunst werden Ihnen die grossen Meister vorgestellt. Die Erläuterung der Bedeutung des Karate-Do, des Dojo, Trainingsraum der Hierarchien sind ebenso wichtig und werden deshalb in speziellen Kapiteln beschrieben. Ein Kapitel über die Gymnastik als Vorbereitung für die Praxis zeigt die körperlichen Möglichkeiten, die jedem einzelnen offenstehen. In über zweihundert Seiten werden die drei Hauptelemente des Karate-Do, nämlich die Kihon, die Kata und das Kumite als Anleitung für das Training präsentiert. Seiza, sitzen in Zusammenhang mit der Meditation, dann die gesundheitlichen Aspekte sowie die Vitalpunkte werden im Detail beschrieben. Ein spezielles Kapitel ist dem Thema Stretching gewidmet. Eine Erläuterung der verschiedenen Karate-Stile gibt eine Sicht über den gesamten Bereich des Karate-Do und abschliessend zeigt der Anhang den Stammbaum des Karate sowie eine Menge Erklärungen zu Namen und Begriffen dieser Kampfkunst. Das gesamte Buch ist reich mit Fotos dokumentiert, so dass neben Beschreibungen auch Bilder die Idee des Karate-Do versuchen zu zeigen. |


Das Buch zur Kampfkunst von Martin Wälchli.